Wakame Algen: Nährstoffwunder mit Calcium und Jod


Algen sind bekanntlich sehr gesund und überaus reich an essenziellen Vitaminen, Nährstoffen und Proteinen. So auch die Wakame-Alge, welche in Japan sowie auch mittlerweile in anderen Ländern fester Bestandteil einer gesunden Ernährung ist.

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In diesem Beitrag befassen wir uns deshalb näher mit Wakame und zeigen, welche wertvollen Stoffe sich neben Magnesium, Kalzium, Kalium, Phosphor und Natrium außerdem noch in der Alge befinden.

Darüber hinaus beantworten wir auch alle wichtigen Fragen zum Thema.

 

Definition: Wiki
Was ist Wakame?

Wakame (Undaria pinnatifida) ist eine marine Braunalgenart, die vor allem in Japan und Korea als nährstoffreiches Lebensmittel geschätzt wird.

Ursprünglich war die Alge hauptsächlich an den Küsten Ostasiens heimisch. Aufgrund ihrer invasiven Art sind Wakame-Algen jedoch mittlerweile auch in vielen weiteren Meeren verbreitet. [1]

Als besonders wertvoll gilt die Wurzel der Pflanze, welche in Japan auch Makabu genannt wird.

Wakame-Algen können bis zu einer Länge von einem Meter heranwachsen und nahezu vollständig verzehrt werden.

 

Bedeutung
Was bedeutet Wakame auf Deutsch?

Zu Deutsch bedeutet Wakame in etwa „Seetang“. Trotz dieser eher unspektakulären Bezeichnung nimmt die Wakame-Alge beziehungsweise Wakame-Salat eine bedeutendere Rolle als andere Braunalgen-Arten (Laminaria) ein.

Wakame Algen kommen nämlich gerade in Japan fast täglich auf den Tisch.

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So beispielsweise als Zutat in Suppen (z.B. Miso-Suppe), geröstet (Yaki-Wakame), halbfeucht zusammen mit Reis oder als klassischer Algensalat mit Sesam (Goma Wakame).

Gerade in Verbindung mit Sushi wird Wakame Salat (Chuka- bzw. Goma-Wakame) gerne verspeist – sowohl in als auch außerhalb von Japan.

 

Algen für die Gesundheit
Wie gesund ist Wakame?

Die Wakame-Alge gilt als gesund, da sie zahlreiche Proteine, Vitamine und Mineralstoffe enthält. Vitamin A, C, E, K und B6 gehören beispielsweise zu den Vitaminen, die besonders hervorzuheben sind. [2]

Doch auch der Vitamin B12 Gehalt ist beachtlich. So liegt dieser in der Tat auch deutlich über dem Anteil in Fleischprodukten.

Aufgrund ihrer basischen Eigenschaften kann sich der Verzehr der Alge ebenfalls sehr förderlich für den Säure-Basen-Haushalt auswirken, welcher sowohl bei Krankheiten und Beschwerden als auch beim Abnehmen eine entscheidende Rolle einnimmt.

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Des Weiteren verfügen Wakamealgen über wesentliche Mineralstoffe wie Calcium und Magnesium.

Zum Vergleich: Wakame enthält 10 Mal mehr Calcium als Milch!

Calcium und Magnesium sind beide an zahlreichen wichtigen Körperfunktionen beteiligt. So sind die Stoffe beispielsweise essenziell für die Signalübertragung von Nervenzellen.

 

Darüber hinaus gelten die Mineralstoffe als entscheidende Faktoren, was den Aufbau und die Erhaltung von gesunden Knochen und Zähnen angeht.

Der Verzehr von nährstoffreichen Wakamealgen kann demnach verhindern, dass wir unter Mangelerscheinungen leiden – so auch beispielsweise hinsichtlich der Jodversorgung, welche gerade im deutschsprachigen Raum oftmals zu kurz kommt.

Wakame weist nämlich – wie auch einige andere Algen – einen besonders hohen Jodgehalt auf. Die in der Alge enthaltenen Eiweiße haben eine Bioverfügbarkeit von 80-90 Prozent.

Außerdem ist Wakame aufgrund seiner Zusammensetzung auch bekannt dafür, den Stoffwechsel auf natürliche Weise anzuregen. Die Meeresalge enthält zudem auch viele Ballaststoffe – was bekanntlich Magen- und Darmgesundheit fördert.

 

Wakame: Nährwerte und Inhaltsstoffe

Wakame: Nährwertangaben pro 100g
 Brennwert:195 kcal 
 Eiweiß12,6 g 
 Kohlenhydrate17,2 g 
 Fett1,3 g 
 Ballaststoffe32,2 g 
 Salz8,9 g 
 Calcium1380 mg 
 Magnesium680 mg 
 Kalium6820 mg 
 Phosphor350 mg 

Quelle: USDA

 

Geschmack
Wie schmeckt Wakame?

Wakame schmeckt leicht salzig. Die Konsistenz kann als knackig beziehungsweise fleischig beschrieben werden. Frische Wakame-Agen sind geschmacklich besonders delikat. In Deutschland ist frischer Wakame jedoch sehr selten zu haben.

Die Alge wird deshalb in der Regel getrocknet gekauft und anschließend in Wasser eingeweicht.

Während dem Einweichen nehmen die fächerartigen Blätter Wasser auf, bis sie schließlich wieder nahezu frisch aussehen.

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Codex Humanus

 

Wakame kaufen
Wo bekomme ich Wakame-Algen?

Wakame kann in zahlreichen Asia-Shops, in Bioläden, online und teilweise auch in größeren Supermärkten gekauft werden.

Die Produkte unterscheiden sich jedoch von Hersteller zu Hersteller, weshalb bei der Produktauswahl einige Aspekte beachtet werden sollten – wie wir im Folgenden erläutern.

 

Wakame Algen kaufen
Worauf sollte beim Kauf geachtet werden?

Wollen wir Wakame-Algen kaufen ist es wichtig, auf ein natürliches Produkt zu setzen, das frei von unnötigen Zusatzstoffen ist.

Außerdem empfiehlt sich Bio-Qualität und eine schonende Herstellung, um bestmöglich von den enthaltenen Inhaltsstoffen zu profitieren. Denn nur wenn Wakame schonend verarbeitet wird, bleiben auch alle wertvollen Stoffe enthalten.

Wakame kann in der Regel getrocknet , als Algensalat oder in Form von konzentrierten Kapseln gekauft werden.

Die Pflanze ist also als Nahrungsergänzungsmittel sowie auch als Lebensmittel im Alltag einsetzbar.

 

Wakame vegan
Sind Wakame Algen für Veganer geeignet?

Wakame-Algen sind für Veganer und Vegetarier hervorragend geeignet, da es sich um Pflanzen handelt. Wakame ist demnach ein veganes Lebensmittel.

Die Alge kann deshalb gerade für Menschen, die auf Fleisch und tierische Produkte verzichten, eine bedeutsame Nährstoffquelle sein.

Algen werden oftmals mit Korallen verwechselt (z.B. Korallenkalzium), weshalb dann fälschlicherweise davon ausgegangen wird, dass diese tierischen Ursprungs sind.

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Wakame Anwendung
Wie kann Wakame verwendet werden?

Wakame kann auf verschiedene Art und Weise verwendet beziehungsweise verzehrt werden. So zum Beispiel in Gerichten wie:

  • Salat (als Beigabe, Algensalat, Goma Wakame)
  • Suppen
  • Gemüse- und Pilzpfannen
  • Auflauf
  • Reisgerichten

Bei der Wakame-Alge handelt es sich übrigens um ein kalorien- und fettarmes Lebensmittel, weshalb es sich auch bei einer Diät lohnen kann, die Pflanze in die Ernährung mitaufzunehmen.

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Wie bereits angemerkt, kann fast die ganze Pflanze gegessen werden. Demnach sind auch einige Teile der Wurzel essbar. Die Wurzelstücke beziehungsweise Mekabu beinhalten übrigens auch mehr Mineralstoffe als der Rest der Pflanze.

Wollen wir Mekabu in Salaten verwenden empfiehlt es sich, die Wurzel vorher in heißem Wasser einzuweichen.

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Wakame Anwendung
Wie lange sollte man Wakame einweichen?

Es genügt in der Regel Wakame 3-5 Minuten einzuweichen, wenn die Alge in Gerichten wie Salat verzehrt wird.

Für die Vorbereitung werden die Trockenalgen demnach zuerst kalt abgespült und dann mit lauwarmem Wasser aufgequellt – bis sich deren Volumen in etwa verdreifacht. Im Anschluss nochmals kurz abspülen und kräftig mit den Händen ausdrücken.

Traditionell wird Wakame im Übrigen erst am Ende des Kochvorgangs hinzugegeben, damit die Alge ihre Konsistenz und die wertvollen Inhaltsstoffe behält.

 

Jod in Meeresalgen
Wakame Jodgehalt

Wakame weist einen verhältnismäßig hohen Jodgehalt auf, weshalb das pflanzliche Lebensmittel auch als natürliche Jodquelle dienen kann. Gerade Menschen, die Probleme mit ihrer Jodversorgung haben, profitieren daher ganz besonders von der Braunalge.

Der Jodanteil der erwerblichen Produkte schwankt von Anbieter zu Anbieter. So können manche Wakame-Algen höhere Jodwerte aufweisen als andere.

 

Menschen die bereits mit reichlich Jod versorgt sind, sollten bei der Einnahme von Wakame-Kapseln auf die Herstellerangaben achten.

So kann sichergestellt werden, dass das empfohlene Tagesmaximum von 200 Mikrogramm nicht versehentlich über einen längeren Zeitraum überschritten wird.

Vor allem bei Algenmischungen ist Vorsicht geboten, wenn diese beispielsweise auch die Lithothamnium Alge enthalten. Die Rotalge ist nämlich ein wahres Jodwunder und liefert demnach einen noch höheren Anteil als Wakame.

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Konzentrierte Einnahme
Wakame Algen Kapseln als Alternative?

Wakame-Algen-Kapseln können eine gute Alternative zu klassischem Wakame als Lebensmittel sein, wenn die Alge uns geschmacklich nicht zusagt, wir jedoch hingegen trotzdem von den wertvollen Inhaltsstoffen profitieren wollen.

Außerdem handelt es sich bei Wakame-Kapseln in der Regel um konzentrierte Inhaltsstoffe, was womöglich bei einer gezielten gesundheitlichen Anwendung von Vorteil sein kann.

Hier geht es zu empfehlenswerten Bio-Wakame-Kapseln eines nachhaltigen Familienunternehmens.

 

Risiken, Gegenanzeigen und Nebenwirkungen
Wakame in der Schwangerschaft

Der Verzehr von Wakame in der Schwangerschaft ist in der Regel unproblematisch. Wakame Algen können also auch von schwangeren Frauen eingenommen werden.

Gerade in der Schwangerschaft ist eine ausreichend Nährstoffversorgung mittels einer ausgewogenen Ernährung essenziell.

Nährstoffreiche pflanzliche Lebensmittel wie

  • Gemüse
  • Blattgrün
  • frische Früchte
  • Nüsse
  • und Samen

sind demnach ideal.

Wakame liefert zahlreiche wertvolle Vitamine und Mineralstoffe sowie auch Jod. Tatsächlich steht ein Jodmangel mit einer erhöhten Rate an Fehlgeburten sowie auch mit Fehlbildungen in Verbindung.

 

Gerade deshalb kann es ratsam sein, jeden zweiten oder dritten Tag kleinere Mengen an Meeresalgen wie Wakame zu sich zu nehmen.

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Laut Umfragen supplementieren rund 24 Prozent aller schwangeren Frauen Jod. Wakame Algen können demnach während der Schwangerschaft als natürliche Jodquelle dienen.

Dennoch sollte das empfohlene Tagesmaximum nicht überschritten werden.

Das einzige bekannte Risiko des Verzehrs von Wakame-Algen während der Schwangerschaft liegt in der Übertragung von Toxoplasmen (Toxoplasma gondii) –  Parasiten, die in Wasser und Boden vorkommen.

Die lebensmittelbedingten Infektionen gelangen über rohe und leicht verderbliche Lebensmittel in den menschlichen Organismus.

Glücklicherweise sind Komplikationen durch Toxoplasmosen sehr selten und durch die Aufnahme von Fleisch- und Milchprodukten sehr viel wahrscheinlicher. Der Erreger nutzt in der Regel Zwischenwirte, weshalb vor allem rohes Fleisch während der Schwangerschaft gemieden werden sollte.

Da sich selbst in Obst und Gemüse Toxoplasmen befinden können, ist das oftmals genannte Risiko hinsichtlich des Verzehrs von Algen ins Verhältnis zu setzen und demnach relativ gering.

 

Wakame Ersatz
Alternativen zu Wakame

Wer auf der Suche nach einer Alternative zur Wakame Alge ist, kann tatsächlich auf eine ganze Reihe anderer Algen-Arten zurückgreifen.

So gehören beispielsweise auch Nori, Dulse und Lithothamnium zu den besonders nährstoffreichen Algen.

Geht es um eine algenfreie Alternative, spielen die eigenen Ziele eine wichtige Rolle. Getrocknete Champignons, Steinpilze und Feldsalat enthalten beispielsweise ebenfalls nennenswerte Mengen an Jod.

Calcium ist dagegen auch vor allem in Chinakohl, Brokkoli, Grünkohl und Spinat vorhanden. Pflanzliche Alternativen, die viel Magnesium enthalten, findest du hier: Welche pflanzlichen Lebensmittel enthalten Magnesium?

 

Haltbarkeit und Lagerung
Wie lange ist Wakame haltbar?

Wakame ist mehrere Monate haltbar. Bei der Haltbarkeit spielen jedoch der Zustand und die Lagerung eine wichtige Rolle. So hält getrocknete Wakame deutlich länger, wenn sie kühl und dunkel aufbewahrt wird.

Sollten Wakame Algen etwas feucht werden, können sie auch wieder selbst im Backofen getrocknet werden.

Eine niedrige Temperatur von 50 Grad reicht völlig aus, um Wakame langsam zu trocknen.

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Über den Autor

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Andre Tochtermann ist Online Unternehmer, Freelancer, Weltenbummler, Autor und Gründer der Schoepferinsel. Zu seiner Vision gehören die Aufklärung und Verbreitung von „alternativen“ Therapieverfahren und Naturheilmitteln, die einen ganzheitlichen und ursachenbezogenen Ansatz vertreten. Ihm ist es eine Herzensangelegenheit, dass die Menschen wieder zu sich und zurück zur Natur finden.
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